fbpx

Die innere Stimme

Pinchas Sohn Elasar, Sohnes Aharon’s dem Kohen hat meinen Grimm abgewendet von den Kindern Jisrael, indem er eiferte an meiner Statt unter ihnen, dass ich nicht vernichtete die Kinder Jisael in meinem Eifer“Bamidbar 25:11

Pinchas wurde ein Bris Schalom gewährt

Der Passuk erzählt uns, dass Pinchas ein „Bris von Schalom“ gewährt wurde, weil er die Ehre von H‘ verteidigt hat. Der Seforno erklärt, dass aufgrund diesem Bündnis von Frieden, Pinchas ein extrem langes Leben lebte – viel länger als es zu seiner Zeit zu erwarten wäre. Der Seforno betont jedoch, dass der Grund für seine Langlebigkeit nicht übernatürlich war, sondern vielmehr weil er diesen Bris erhielt. Da er Schalom erhielt, war er in Frieden mit sich selbst, und infolgedessen leidete er nicht unter dem normalen inneren Konflikt welcher unseren Körpern schadet. Folglich lebte er ein extrem langes Leben.

Der Seforno erklärt: „Alles Verderben geschieht dem Körper aufgrund der Konflikte der Gegensätze“. Mit anderen Worten, tritt jegliche Krankheit, Gebrechlichkeit und Schwäche im Alter nur aufgrund der inneren Konflikte auf. Da Pinchas der Frieden zugetragen wurde, hatte er keine inneren Kämpfe; folglich alterte sein Körper nicht und er lebte hunderte von Jahren.

Der Körper wurde erschaffen um lediglich so lange zu bestehen…

Die Schwierigkeit diesen Seforno zu verstehen lieg darin, dass es unserem fundamentalen Verständnis der Gesundheit widerspricht. Die Realität ist, dass Menschen altern. Das Herz, die Leber, und die Bauchspeicheldrüse wurden dazu entworfen, lediglich für eine bestimmte Zeit zu funktionieren.  Anschliessend, versagen sie. Gebrechlichkeit und Schwäche kommen auf natürliche Weise mit dem Alter. Arthritis, hoher Blutdruck und die Verdickung der Arterien sind Teil des Lebens. Obwohl das Herz eine bemerkenswerte lebendige Pumpe sein mag, beginnen die Klappen mit der Zeit nachzugeben, das Muskelgewebe beginnt zu versagen, und es verdirbt mit dem Alter. Der Körper wurde dazu erschaffen lediglich für eine gewisse Zeit anzudauern; dann ist er einfach erschöpft. Wie kann der Seforno also mit unserem angenommenen Verständnis diskutieren und erklären: „Alles Verderben geschieht dem Körper aufgrund der Konflikte der Gegensätze“.

Geist/Körper Verhältnis

Nach sorgfältiger Untersuchung folgerte er, dass Angst zu hohem Blutdruck beiträgt. Durch einen Arzt untersucht zu werden, führte zu Nervosität bei seinen Patienten, und dies trug zur Steigerung ihres Blutdrucks bei.Die Antwort auf diese Frage basiert auf Feststellungen der Medizin im 20. Jahrhundert. Herbert Benson, M.D., Ph.D., war ein Professor der Medizin an der Harvard University in den 1960er Jahren als er auf ein ungewöhnliches Phänomen stiess. Er fand heraus, dass Patienten ausnahmslos einen höheren Blutdruck hatten, wenn dieser in seiner Praxis gemessen wurde, als wenn es bei ihnen zuhause gemessen wurde. Seine Patienten berichteten regelmässig über bedeutend tiefere Blutdruckwerte als diejenigen die in seiner Praxis gemessen wurden

Während es für uns in unseren Zeiten offensichtlich erscheint, war es zu damaliger Zeit gar nicht klar, dass ein Zusammenhang zwischen Stress und hohem Blutdruck bestand. Während Jahrzehnten wurde angenommen, dass der seelische Zustand einer Person keinen Einfluss auf seinen physischen Zustand hatte. Jeder Bericht über Wirkung von Stress und Angst auf die Gesundheit, wurde als psychosomatisch oder eingebildet angenommen.

Bensons Entdeckung brachte ihn dazu, den Zusammenhang zwischen Stress und hohem Blutdruck standhaft nachzuweisen und er wurde zum Pionier in einem neuen Feld der Medizin: der Beziehung zwischen Geist und Körper. Seit jener Zeit, wurde in der Gemeinschaft der Medizin allgemein akzeptiert, dass Stress ein ausgeprägtes Verschlechtern der Gesundheit des Menschen bewirkt. Stress führt unter Umständen zu Herzkrankheiten, Magen-Darm Störungen, Schmerz, Schlaflosigkeit, Asthma, Allergien… Es ist heute eine akzeptierte medizinische Meinung, dass die Minderung des Stresspegels zusammen mit Diät und körperlicher Bewegung, der Gesundheit des Menschen bedeutend beitragen kann.

Dies hat uns der Seforno bereits vor über 500 Jahren gelehrt. Was er erklärt hat ist, dass Pinchos auf natürliche Weise hunderte Jahre lebte, da der normale Grund für das Verderben der Gesundheit ihn nicht betraf. Er war nicht im Konflikt; er war in Frieden mit sich selbst, und so war sein Körper gesünder und imstande bis zu einem erstaunlich fortgeschrittenen Alter zu leben.

Der ultimative Ursache für Leid – die innere Stimme

Dieses Konzept hat bedeutende Konsequenzen in unserem Leben. Als HASCHEM den Menschen erschuf, implantierte Er in jeden von uns einen inneren Sinn für richtig und falsch, eine innere Stimme welche es uns ermöglicht, für jede Situation den richtigen Pfad festzustellen. Mehr als lediglich ein moralischer Kompass, fungiert diese innere Stimme als unser Führer zur Selbstperfektion.

Wenn eine Person dieser Stimme zuhört, lebt er ein erfüllendes, bedeutungsvolles Leben wie es sein Schöpfer beabsichtigte, und er ist in Frieden mit sich selbst. Entscheidet er sich, diese Stimme zu ignorieren, hat dies nicht nur zur Folge, dass er nicht zu der Grösse heranwächst für die er bestimmt wurde, sondern er lebt in Missklang und Konflikt, da ihm die Stimme keine Ruhe gönnt.

„Warum hast du das getan? Das war egoistisch. Ich schäme mich für dich“, schimpft die innere Stimme.

Er hat nicht um diese Stimme gebeten oder sie sich ausgesucht. Er ist eventuell nicht weiter an ihr interessiert, aber die Stimme ist da und spricht oft auch gegen seinen Willen:

„Warum lebst du dein Leben auf diese Weise? Warum lernst du nicht mehr? Warum betest du nicht wie ein Mensch? Was denkst du dir, warum du auf die Erde gebracht wurdest?“

Oft möchte die Person diese Stimme sogar anschreien: „Lass mich in Ruhe! Was bist du – mein Rebbe oder was?!“ Aber die Stimme stoppt nicht. Er kann sie für eine Weile ignorieren. Er kann sie unterdrücken, doch sie kehrt immer wieder zurück und gibt ihm keine Ruhe. Entscheidet eine Person, dieser Stimme nicht zuzuhören, dann ist einer der Preise die er dafür bezahlt, Missklang und innerer Konflikt. Er ist im Krieg mit sich selbst, und er leidet.

HASCHEM erschuf den Menschen um gesund und glücklich zu sein, und um ein erfüllendes Leben zu leben. Lebt ein Mensch entsprechend den Wünschen seines Schöpfers, dann wachst er nicht nur als Person, sondern er lebt auch ein friedliches, glückliches Leben. Wenn er aber entscheidet, diesen Pfad zu ignorieren, dann wird er nicht nur das Ziel für das er erschaffen wurde nicht erreichen, sondern er wird auch auf dieser Welt sehr leiden. Er lebt in Uneinigkeit mit seiner inneren Vernunft und findet keinen  Frieden, keine Freude und kein Glück in seiner Existenz.

Dies ist ein Auszug aus dem Shmuz auf dem Parsha Buch..

Get The Shmuz on the go!