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Suche dir deine Freunde weise aus

Die Geschlechter der Söhne Kehat lagerten an der Seite der Wohnung gegen Mittag (gegen Süden)“BaMidbar 3:29

Jissachar und Sebulun wurden zu den Lehrern und Unterstützern der Thora

Raschi zitiert den Medrasch, „Jissachar und Sebulun… weil sie Nachbarn von Mosche, Aharon und seinen Söhnen waren, wurden sie gross in der Thora. Die 250 Leute die Korach bei seiner Machloket (Streit) begleiteten, taten dies weil sich ihre Zelte nahe dem seinen befanden“. Hiervor lernen also Chazal: „Gepriesen sei der Zaddik und gepriesen sein Nachbar. Wehe dem Rascha und wehe seinem Nachbarn“.

Der Medrasch scheint beides, den grossartigen Erfolg von Jissachar und Sebulun sowie die Zerstörung der Gemeinde Korachs, dem Einfluss der Nachbarn zuzuschreiben. Es scheint also, dass der Auslöser für beide Gruppen, diejenigen waren mit denen sie verkehrten.

Was diese Aussage so erschreckend macht, ist die Distanz zwischen den Schicksalen der beiden Gruppen. Durch die Generationen hindurch wurde die Rolle des Torahlehrers an Jissachar verliehen. Und so wurde auch die Rolle des Torahunterstützers an Sebulun gegeben. Auf diesem Wege erreichten sie wahre Grösse. Auf der anderen Seite wird geschildert, dass die Leute die Korach in seiner Rebellion gegen HASCHEM folgten, bis zu dem heutigen Tage im Gehenom brennen. Dieser Medrisch scheint zu sagen, dass die Anhänger von Jissachar, Sebulun und Korach alle beim selben Startpunkt begannen. Der Unterschied lag darin, wo sie verweilten.

Wie kann etwas so triviales einen solchen Unterschied bewirken?

Es scheint schwer zu verstehen, wie solch ein markanter Unterschied im Ergebnis, lediglich dadurch verursacht wurde, in der Nähe einer Person zu leben. Diese Frage wird weiter verstärkt wenn wir die Umstände der damaligen Zeiten mit in Betracht ziehen. Diese Ereignisse fanden während der vierzig Jahre in der Wüste statt. Anstelle die Juden direkt nach Eretz Yisroel zu führen, schirmte HASCHEM sie innerhalb der Wolken des Ruhms vom Rest der Welt ab. Sie von der Welt zu isolieren, ermöglichte es ihnen, spirituelle Grösse zu erlangen. Es wurde für all ihre physischen Bedürfnisse gesorgt: sie assen das Man welches bis an die Türen ihrer Zelte geliefert wurde; sie tranken Wasser aus dem Be’er; ihre Kleidung zerriss nicht; und ihre Schuhe wurden nicht abgetragen. Sie erlebten zahllose offenkundige Wunder.

Sie alle erhielten die Torah

Überdies, standen all die involvierten Leute kurz zuvor am Fusse des Berges Sinai. Als HASCHEM ausrief und der ganzen Welt mitteilte: „Ich bin HASCHEM euer G“tt“, sahen jeder Mann, Frau und Kind die dabei standen, HASCHEM auf einem Level höher als ein Navi. Sie erfuhren HASCHEM‘s Präsenz, persönlich und direkt.

Zusammen mit dieser Erfahrung kam auch das klare Verständnis über den Sinn des Lebens. Die Juden beim Berge Sinai haben klar erkannt, dass wir für ein paar kurze Jahre auf diese Welt gesetzt werden mit einer spezifischen Mission zu wachsen, zu leisten, und uns selbst zu Formen in was wir für Ewigkeit bleiben werden. Sie wussten, dass wir uns an dem Stand an Perfektion den wir hier erreichen, für immer erfreuen werden.

Wie kann es also sein, dass etwas das so unbedeutend erscheint wie neben einem Tzaddik oder Rascha zu leben, Zerstörung oder grossartigen Erfolg herbeiführen kann?

Der Mensch: ein soziales Wesen

Die Antwort auf diese Frage scheint zu sein, dass wir Menschen soziale Wesen sind. Deswegen sind wir hoch sensitiv auf den Einfluss von anderen. Eine unserer Bedürfnisse ist dazuzugehören. Wir brauchen Freundschaften, wir erstreben Verbindungen, und wir hungern nach einem Gefühl der Gemeinschaft. Wenn wir in eine Gruppe passen, von der wir uns als einen Teil sehen, dann identifizieren wir uns mit der Gruppe. Dies ist unsere Chewra, unser Freundeskreis, und es wird beinahe eine Erweiterung unserer selbst. Unser Freundeskreis beeinflusst unser Wertesystem, die Art wie wir uns selbst und unsere Rolle in allem was wir tun betrachten. Es ist aber ein zweischneidiges Schwert. Es kann eine grossartige Unterstützung für den spirituellen Wachstum des Menschen sein, oder die grösste Verbindlichkeit…

Da die 250 rebellierenden Leute in Korachs Nachbarschaft wohnten, wurde dies zu ihrer Gemeinde, ihrer angestrebten Gruppe. Als solche kreierte diese Gemeinde ihr soziales Umfeld. Korach errang einen hohen sozialen Status in dieser Gruppe, und so führte er den Marsch ins Versagen. Diejenigen aber die nahe zu Mosche und Aharon wohnten, wurden von einer anderen Kraft beeinflusst. Mosche Rabeinus Präsenz formte die soziale Struktur der Gruppe. Seine Normen und Ideale wurden durch einen Torahgiganten modelliert. Die soziale Atmosphäre hatte solch einen Effekt, dass Jissachar und Sebulun für Generationen verändert wurden.

Chazal lehren uns, dass die Grösse die eine Gruppe erreichte, und die tiefen Abgründe zu denen die andere Gruppe sank, zurückzuführen waren zu einem einzigen Punkt – gesellschaftlicher Druck. Dies offenbart uns die Kraft des Einflusses.

Die Durchschnittsperson ist klüger als die Durchschnittsperson

Eine der Merkwürdigkeiten der menschlichen Natur ist, dass die durchschnittliche Person annimmt, sie sei klüger als die durchschnittliche Person. Oft wenn wir mit den Schwächen der menschlichen Natur konfrontiert werden, rufen wir aus, „wie merkwürdig ist der Mensch!“ Aber wir vergessen dabei, den nächsten kritischen Schritt zu gehen – sich zu erinnern, dass „auch ich ein Mensch bin“.

Wenn es zu Angelegenheiten wie dem Einfluss von Freunden kommt, dann können wir damit einverstanden sein, dass es das Leben mancher beeinträchtigt, sicherlich das Leben von Teenagern. Sind wir jedoch bereits erwachsen, mit einem ausgeprägten Verständnis des Lebens und der Welt, dann denken wir, diese Konzepte beziehen sich nicht weiter auf uns.

Was wir von diesem Chazal sehen, ist eine ganz andersartige Perspektive. Die 250 Leute die sich Korach anschlossen, waren Männer von Grösse. Sie waren berühmt, so wurden sie auch am Anfang von Bamidbar bei ihren Namen herausgegriffen, doch wurden sie beeinflusst um schliesslich gegen HASCHEM zu rebellieren. Die Stämme von Jissachar und Sebulun beinhalteten viele Erwachsene die grosse Führer der Torah wurden, all dies aufgrund des Einflusses anderer.

Dies ist ein mächtiger Einblick in die Wirkung unserer Freunde und ihrem Einfluss auf was wir werden wollen.

Dies ist ein Auszug aus dem Shmuz auf dem Parsha Buch..

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